Erfahrungsbericht: Earnstar

Eigene Erfahrung?

Bei Earnstar handelt es sich um ein oder sogar das absolute Urgestein unter den Paidmailern. Es wird seitens boniad Medienagentur (Nicole Reinhardt) betrieben und hat seinen Sitz in Deutschland. Das Konzept ist denkbar einfach: Du bekommst eine Mail mit einem sogenannten „Vergütungslink“. Auf den klickst du, bleibst eine bestimmte Zeit – normalerweise 25-30 Sekunden – auf der Seite und klickst dann auf den eingebauten Vergütungs-Button. Fertig. Klingt einfach und so gering ist der Verdienst auch. Aber wirklich Zeit benötigt das nicht, Vorkenntnisse ebenso wenig, also warum nicht. Dachte ich.

Gesamtverdienst: 14,53 € theoretisch, 00,00 € tatsächlich

Länge der Mitgliedschaft: 7 Jahre 0 Monate

Earnstar: Vergütung

Zu Beginn meiner Mitgliedschaft 2012 bekam ich tatsächlich jeden Tag mehrere Mails mit Vergütungslink zugeschickt, manchmal auch solche, bei denen nur der Link angeklickt werden musste, ohne Wartezeit. Dabei sprangen je 1-3 Cent raus, zudem gab es 5 € Anmeldungsbonus. So errechnete ich, dass ich in ca. einem Jahr die Auszahlungsgrenze von 20 € erreicht haben müsste. Die Links selbst waren leider vollkommen uninteressant – windige und betrügerische Angebote zur Vermögensvermehrung, Potenzsteigerung und anderer Unsinn. Schade eigentlich. Nebenbei gab es auch Cashback-Verfahren, die mir jedoch zu undurchsichtig erschienen und die Möglichkeit, Freunde zu werben und an deren Verdienst zu profitieren – lieber nicht. Ich wollte den Service so wie beworben als reinen Paidmailer nutzen und weder irgendwo einkaufen noch in ein Schneeballsystem rutschen.

Allerdings wurde die Vergütung pro Link nach und nach geringer – auf einmal waren es nur noch 0,5 Cent pro Klick! Mittlerweile hatte ich schon knapp 10 € auf dem Konto, die wollte ich nicht in den Wind schießen. Also weiter. Bloß wurden auch die Links immer seltener. Zweimal pro Woche, einmal pro Woche, einmal im Monat … vor ca. zwei Jahren hörten die Mails ganz auf. Ein Blick auf meinen Kontostand ergab, dass ich mittlerweile 14,53 € verdient hatte.

Earnstar: Probleme 

Als die Mails selbst nach mehreren Monaten weiterhin ausblieben, wurde mir klar, dass ich die Auszahlungsgrenze nicht erreichen kann. Zunächst überlegte ich die Summe für eigene Werbung einzusetzen – laut FAQ war dies nach wie vor möglich. Allerdings fand ich sonst keinerlei Informationen mehr über diese Option. Also schrieb ich Frau Reinhardt an und bat sie meinen Account zu löschen (mit oben genannter Begründung) und mir mein übriges Guthaben wahlweise auszuzahlen oder in Werbung umzuwandeln (beispielsweise für diesen Blog hier …).

Zunächst bekam ich noch eine Antwort – allerdings lediglich mit der einzelnen Frage, was ich denn bewerben wollte. Auf meine weiteren Mails folgte nichts mehr. Auch nicht auf eine schriftliche Bitte und schließlich eine schriftliche Zahlungsaufforderung samt Mahnung hin. Letztere weniger, weil 14,53 € die Welt bedeuten, mehr wegen des endlosen Klickens, das dafür erforderlich gewesen war. Eine Antwort oder Zahlung erhielt ich nie. Nun weiß ich nicht, wie oft das passiert. Ältere Testberichte über Earnstar sind durchaus positiv – in den Kommentaren jüngeren Datums finden sich jedoch viele Nutzer mit ähnlichen Erfahrungen. Wie viel Geld die „Medienagentur“ letztendlich auf diese Art einbehalten hat, weiß wohl niemand.

Earnstar: Fazit 

Mein Rat ist: Finger weg! Es ist unklar, ob und an wen Earnstar auszahlt, im schlimmsten Fall ist langwierige Arbeit umsonst. Ich halte es zudem für sinnvoll, die Augen aufzuhalten und auch von weiteren Projekten dieser Medienagentur beziehungsweise Inhaberin Abstand zu nehmen.

Meine Wertung:   

 

Links zum Weiterlesen:

https://www.mallisgeldverdienst.de/paidmailer/bonimail-und-earnstar-am-ende/