Erfahrungsbericht: Paidmail

Auf der Suche nach einfachen und schnellen Microjobs in Homeoffice stößt du ziemlich bald auf Paidmail. Die Anbieter versprechen rasche Gewinne, ohne dass du viel tun musst. Aber funktioniert das auch?

Was ist Paidmail?

Bei einem Paidmail-Anbieter meldest du dich an und füllst – in den meisten Fällen – ein Profil mit deinen Interessen, Hobbys und Angaben zu Alter sowie Geschlecht aus, um sicherzustellen, nur passende Mails zugeschickt zu bekommen. Ob das klappt? Eher nicht.

Von da an erhältst du in unregelmäßigen Abständen Mails, die einen Link enthalten. Bei einigen reicht der einfache Klick, bei anderen ist eine 25-sekündige Zeitverzögerung eingebaut, nach der ein OK-Button erscheint. Für jeden dieser Klicks bekommst du einen gewissen Betrag gutgeschrieben. Ab einer festgelegten Auszahlungsgrenze kannst du diesen überweisen lassen, genau wie bei einem Umfrageinstitut.

Soweit die Theorie. In der Praxis sind die Beträge pro Mail in der Vergangenheit von einigen Cent auf deutlich unter einem Cent gesunken. Da die Auszahlungsgrenze jedoch zumeist 10-25 € beträgt, müsstest du 2000 bis 5000 Mails anklicken, um diese überhaupt zu erreichen. Sogar bei einer täglichen Mail wären das zwischen fünf und dreizehn Jahren! Viele Anbieter locken daher mit weiteren Angeboten, beispielsweise Freunde zu werben (Schneeballsystem), Einkaufsrabatten (hier gibst du am Ende nur Geld aus) und weiteren „Bonusaktionen“.

Die Mails selbst haben normalerweise eher wenig mit deinen Interessen zu tun, wobei dieser Umstand meinem Gefühl nach über die Jahre stärker geworden ist. Stattdessen geht es um Glücksspiel, fragwürdige Pharmaprodukte und „mein Geheimnis, jeden Tag 2000 Euro zu verdienen“-Werbung.

Paidmail-Anbieter

Es gibt eine Reihe von Anbietern, persönliche Erfahrung habe ich nur mit Euroclix und Earnstar gemacht. Den Erfahrungsbericht zu letzterem findest du hier *klick*. Von Earnstar habe ich, nach weit über 1000 Klicks, irgendwann keine weiteren Mails mehr erhalten. Meiner Bitte, mir die bis dahin verdiente Summe auszuzahlen und meinen Account zu löschen, wurde nicht nachgekommen. Ich habe niemals einen Cent gesehen. Bei Euroclix habe ich, nach deutlich mehr als vier Jahren, tatsächlich die Auszahlungsgrenze von 10 € erreicht und diese auch erhalten.

Fazit

Was am Anfang aussieht wie leicht verdientes Geld, erweist sich schnell als Sisyphosarbeit. Natürlich ist ein Klick schnell erledigt – du benötigst nicht mehr als ein bis zwei Minuten dafür, je nach Ladezeit. Bei Vergütungen von 0,5 Cent summiert sich diese Zeit jedoch zu mehr als 33 Stunden, um 10 € zu erreichen, was nicht selten Jahre dauert. Wenn du denn überhaupt je Geld erhältst. Die häufig positiven Bewertungen kann ich definitiv weder nachvollziehen noch teilen. Daher gibt es von mir eindeutig keine Empfehlung.

 

Meine Wertung:     

 

Links zum Weiterlesen:

https://www.paid4-portal.info/paidmailer/paidmailer