Erfahrungsbericht: Pagecontent (Teil I)

Eigene Erfahrung?

Bei der Suche nach seriösen und akzeptabel zahlenden Textbörsen stieß ich auch auf Pagecontent, eine Kölner Börse, die von der Cliquers GmbH geführt wird. Auf den ersten Blick ist sie ungewöhnlich klein, trotzdem wollte ich sie einmal testen – vielleicht irre ich mich oder sie befindet sich noch im Aufbau. Welche Erfahrungen ich dort gemacht habe, lest ihr hier:

Gesamtverdienst: 478 € (5 Jahre und 4 Monate Mitgliedschaft)

Verdienst pro Stunde: variabel

Textzahl: 28 

Erste Aufträge bei Pagecontent … oder auch nicht? 

Anmeldung und Qualifizierungstext sind schnell und problemlos erledigt, danach kannst du das Profil ausfüllen und im Grunde schon loslegen. Da ich schon einige Zeit als Texter arbeite, landete ich direkt in der höchsten Stufe (4). Allerdings war schnell deutlich, dass es im Grunde gar nichts zum Loslegen gab, denn abgesehen von ca. 20 Aufträgen in Qualitätsstufe 1 waren keine vorhanden. Na gut, Sonntag eben. Bald durfte ich jedoch feststellen, dass auch die anderen Tage nicht „besser besetzt“ waren. Praktischerweise hat die Börse einen Infoservice, der einmal täglich eine Übersicht der neuen Aufträge per Mail schickt. Das sind im Durchschnitt 1-10, größtenteils in den niedrigeren Stufen.

Die Vergütung beträgt 0,7 (Stufe 1), 0,9 (Stufe 2), 1,2 (Stufe 3) und 2,0 (Stufe 4) Cent pro Wort, womit die Verdienstmöglichkeiten signifikant niedriger liegen als bei Textbroker und Content. Nachdem ich die Börse vier Jahre nebenbei hatte laufen lassen, hatte ich gerade einmal drei (!) Aufträge erledigt, für insgesamt 17 €. Ziemlich desillusioniert beschloss ich, irgendwie noch einen vierten an Land zu ziehen, um wenigstens eine Auszahlung beantragen zu können (die Grenze liegt mit 20 € leider doppelt so hoch wie bei der Konkurrenz). Wie viele Direct Order es auf der Seite gibt, kann ich leider nur schätzen – in fünf Jahren habe ich jedenfalls keines erhalten.

Textangebote einstellen – die bessere Möglichkeit?

Eigentlich wollte ich Pagecontent schon abhaken, als mein Blick auf die Möglichkeit fiel, Textangebote zum Verkauf zu stellen. Da ich das bereits anderweitig tat (Contentworld wurde hier (*klick*) schon besprochen), wollte ich der Sache eine Chance geben. Zunächst betrachtete ich die Rahmenbedingungen: Es gibt eine Übersicht der letztverkauften Textangebote, die mir nach einer Weile des Beobachtens verriet, dass zwischen 10 Angebote pro Tag und 10 pro Woche verkauft werden. Nicht üppig, aber immerhin. Themen und Textart lassen sich auswählen, hinzu kommen Titel und Keywords. Die maximale Länge beträgt 1500 Wörter. Nach Freigabe werden die Texte noch einmal geprüft, auch das kann der Qualität nur helfen.

Der Preis kann selbst gewählt werden, das fällt schon einmal positiv auf. Allerdings nur innerhalb der Grenzen von 0,7 bis 8,0 Cent pro Wort – das bereitet mir Sorgen. Obergrenze wie Untergrenze sind niedrig und welche Preise tatsächlich angenommen werden, steht in den Sternen. Denn bei den verkauften Texten sind zwar Titel und Summe angegeben – nicht jedoch die Wortzahl, was die Preisangabe leider nutzlos macht. Ich stelle meine Texte testweise für 3 Cent pro Wort ein und warte ab. Bei gut recherchierten Texten verdiene ich damit jedoch lediglich 9 € brutto pro Stunde, auf lange Sicht kann ich so natürlich nicht wirtschaftlich arbeiten. Aber erst einmal möchte ich sehen, ob sich überhaupt etwas verkauft. Insgesamt lade ich in 16 Monaten 48 Texte hoch, von denen sich 24 verkaufen. Kein schlechter Schnitt für den Anfang, zumal ich die Texte auf mehreren Portalen anbiete (aber natürlich nur einmal verkaufe) und so nicht darauf angewiesen bin, dass alle hier erworben werden. Eigentlich würde ich als Nächstes gerne die Preise erhöhen, um auch auf einen vernünftigen Stundenlohn zu kommen. Doch so einfach ist es dann doch nicht – wieso, erfahrt ihr in Teil 2.

Meine Wertung:    Bewertung Schlecht

Zum Weiterlesen:

https://testenundbloggen.com/2014/02/17/pagecontent-die-auftragsborse/