Erfahrungsbericht: Textbroker (Teil II)

Vergangene Woche habe ich euch Textbroker vorgestellt, nun folgt der zweite Teil rund um die Textbörse – Vorteile, Nachteile und mein Fazit.

Den ersten Teil findest du hier: *klick* 

Vorteile bei Textbroker 

  • Das Team von Textbroker antwortet überwiegend rasch und kompetent.
  • Es existieren täglich viele und auch viele verschiedene Aufträge, das Spektrum ist sehr groß. Das ermöglicht ein relativ flexibles und regelmäßiges Arbeiten von Zuhause aus.
  • Die Auszahlungen erfolgen zuverlässig, relativ zügig und ab 10 €.
  • Wenn Auftraggeber grundlos nörgeln, müssen Änderungen nicht durchgeführt werden – der Text darf erneut abgegeben werden und wenn das Team von Textbroker deiner Einschätzung folgt, muss der Auftrag trotzdem bezahlt werden. Letzteres ist allerdings ein bisschen Glückssache.

Nachteile & Ärgernisse von Textbroker 

  • Die Bezahlung ist schlecht bis extrem schlecht. In 4 von 5 Stufen und damit bei nahezu 95 Prozent der Open Order lässt sich der aktuelle Mindestlohn bei normalem Schreib- und Recherchetempo nicht erreichen. Leider gewöhnen sich Auftraggeber derart an das Dumping, dass auch die Gestaltungsmöglichkeiten der Vergütung für Direct Order sehr eng gesetzt sind. Das habe ich persönlich getestet – mehr als 3 Cent sind normalerweise nicht zu erreichen. Bei 300-400 Wörter pro Stunde (inklusive Recherche und Korrektur) sind das 9-12 Euro brutto.
  • Herauf- und Herabstufungen lassen sich nur bedingt nachvollziehen.
  • Es ist nicht möglich, mehr als ein Open Order gleichzeitig zu bearbeiten, was die Planbarkeit erheblich limitiert – ab von der Bezahlung das größte Manko an dieser Börse.
  • Obwohl es relativ viele Aufträge gibt, sind die „guten“ auch schnell weg, und die „nur ein Text gleichzeitig“-Regelung zwingt dich, de facto im Akkord zu arbeiten. Dann wieder gibt es große Lücken – alles in allem kannst du deine Kapazität oft nicht ausschöpfen.
  • Aufgrund der Anonymisierung kannst du weder Kontakte noch Referenzen sammeln, Anerkennung ist für die meisten Kunden ein Fremdwort. Theoretisch gibt es die Möglichkeit, guten Textern einen Bonus zu spendieren. Das habe ich bei über 500 fast ausschließlich mit „Super“ bewerteten Texten allerdings lediglich zwei Mal erlebt!

Fazit

Auch für diese Plattform gilt, dass die Grundidee durchaus solide ist und allen Parteien nutzen  könnte. Leider trifft das in der Realität jedoch nur auf die Kunden und vor allem die Plattform selbst zu – die Texter verkommen zu einem anonymen Heer von SEO-Sklaven. Auch hier kann ich keine Empfehlung aussprechen, einzig für Notzeiten mag sich die Plattform eignen.

 

Meine Wertung:      Bewertung Schlecht

 

Zum Weiterlesen:

https://creativecash.de/meine-erfahrung-als-online-texterin-bei-textbroker/