Umfrageinstitute: Wie funktioniert das?

Im Grunde ist das Konzept von Umfrageinstituten ganz einfach: Unternehmen, Universitäten, staatliche Stellen, etc. wollen etwas herausfinden und beauftragen daher ein Umfrageinstitut damit, die gewünschte Zahl bestimmter Menschen zu befragen. Beispielsweise möchte ein Versicherungsunternehmen wissen, wie Singlefrauen zwischen 18 und 24 seine neue Homepage finden – dann beauftragt er ein Umfrageinstitut.

Anmeldung bei einem Umfrageinstitut

Wenn du dich nun bei einem Institut anmeldest, wirst du zunächst ein paar generelle Angaben machen müssen (Name, Alter, Geschlecht etc.). Als nächstes folgen die sogenannten „Stammdaten“. Einige Umfrageinstitute geben sich hier mit wenigen Fakten rund um das eigene Leben (Kinder, Auto, Hobbys) zufrieden, andere warten gleich mit einem Dutzend Seiten auf. Gewöhnlich gibt es dafür keine oder nur sehr wenige Punkte. Viele Institute verlangen zudem eine Aktualisierung der Daten alle 1-3 Jahre – ohne dafür erneut Punkte zu vergeben. Stattdessen steht allerdings häufig die Drohung im Raum, sonst keine Umfragen mehr zu erhalten.

Umfragen bearbeiten

Nun heißt es warten. Die mir bekannten Umfrageportale versenden zwischen einer Umfrage alle zwei Monate und acht Umfragen am Tag. Irgendetwas dazwischen kannst du also gewöhnlich erwarten (es gibt aber auch Ausnahmen). Wenn du nun jedoch erwartest, dass die vorher erhobenen Stammdaten dazu führen, dass du diese Fragen nicht mehr beantworten musst, hast du dich leider getäuscht. Mit wenigen Ausnahmen (Ipsos – gelegentlich, YouGov – meistens) wirst du jedes einzelne Mal am Anfang dasselbe gefragt. Alter? Geschlecht? Postleitzahl? Haushaltsgröße? Einkommen? Und so weiter. Einmal … zehnmal … zwanzigmal … fünfundzwanzigmal am Tag. Das macht wenig Spaß, wer kann, schaltet hier auf Autopilot. Ich gucke prinzipiell Serien nebenbei oder höre wenigstens Musik (warum das jedoch nicht immer möglich ist, erläutere ich unter „Ärgernisse: Werbung“). Trotzdem höhlt einen die endlose, stupide Reihe der immer gleichen Fragen geistig aus – früher oder später.

Zudem bedeutet auch die ausführlichste Angabe von Stammdaten nicht etwa, dass du nur passende Umfragen bekommst. Im Gegenteil, aus den meisten wirst du rausfliegen und keine Vergütung erhalten (dazu: „Screenout / Rausfliegen“) – nicht selten aus 90 %. Für die Umfrageinstitute ist das gleichgültig, da es kaum bis keine Kosten verursacht – wichtig ist nur, dass insgesamt genug passende Teilnehmer zusammenkommen. Allerdings kosten auch diese abgebrochenen Umfragen Zeit.

Auszahlung

Viele, viele Umfragen später erreichst du die Auszahlungsgrenze (hoffentlich) des jeweiligen Instituts, die normalerweise zwischen 5 und 50 € liegt. Je nach Umfrageinstitut kannst du dich mit Gutscheinen, per Paypal oder Überweisung bezahlen lassen. Mehr zum Thema gibt’s unter „Vergütung“ zu lesen. Vergiss auf jeden Fall Berichte, in denen mehrere hundert Euro pro Monat als Verdienst angegeben werden – selbst mit einem Dutzend und mehr Anbietern ist das meiner persönlichen Erfahrung nach unmöglich. Der absolute Spitzensatz liegt bei 6 € und der wird für gewöhnlich nie erreicht. Ich konnte selbst keinen größeren Test- oder Übersichtsbericht finden, der die aktuellen Vergütungen der Umfrageberichte wahrheitsgemäß angibt.

 

Meine Wertung:   

 

Zum Weiterlesen:

https://bonexo.com/de-de/geld-verdienen/online/bezahlte-umfragen/